Liesertal

Das Tal der Lieser, ein von Norden kommender ca. 50 km langer Nebenfluss der Drau in Oberkärnten / Österreich, umfasst das Pöllatal, das Katschtal, das Liesertal und den Liesergraben, wobei als Liesertal im engeren Sinn der Abschnitt zwischen Gmünd und Lieseregg bezeichnet wird. Der Talabschnitt ist seit der Antike Teil der Alpenquerung via Radstädter Tauern und Katschberg. Gegenwärtig führt die Tauern Autobahn (A 10) und die Katschberg Straße (B 99) durch das Tal, von welcher bei Seebach die Millstätter Straße (B 98) abzweigt.
 

Geografie

Das Liesertal im engeren Sinn beginnt in Gmünd (741 m) nach dem Zusammenfluss von Lieser und Malta. Die Bezeichnung Lieser wird vom indogermanischen *(E)Lesura abgeleitet, das Liebental bedeutet.[1] Das sich bei Gmünd verengende Liesertal hat große verkehrstechnische Bedeutung. Neben der ehemaligen Bundesstraße B99 (nunmehr Landesstraße) und der Tauernautobahn, eine der Talquerungen ist die Altersbergbrücke, gibt es noch zwei kleinere Straßen durch das enge Tal. Auf der linken Talseite zu den beginnenden Hohen Tauern hin, folgt die alte Straße zwischen Lieserhofen und Trebesing größtenteils der antiken Römertrasse. Kleinere Nebentäler auf der linken Talseite sind der Hintereggergraben mit den Siedlungen Altersberg und Zelsach und der Radlgraben. Auf der rechten, steilern Seite an der Flanke der Millstätter Alpe, den beginnenden Nockbergen, gibt es eine Straße über den Platz, die alte Verbindung zwischen Herrschaft Gmünd und Burg Sommeregg bei Seeboden am Millstätter See. Bei Lieserhofen / Lieseregg (638 m) endet das eigentliche Liesertal. Der unterste Abschnitt des Tales zwischen Seebach und Spittal an der Drau, der den Millstätter See-Rücken durchschneidet, wird als Liesergraben bezeichnet.

 

Geschichte

Am 4. Mai 1201 erschütterte ein starkes Erdbeben das Liesertal.[2] Das Epizentrum dieses ersten in Österreich geschichtlich fassbaren Starkbebens wird nach neuesten Erkenntnissen zwischen St. Peter / Rennweg und Gmünd lokalisiert. Überliefert ist die Zerstörung der Burgen Katsch und Weißenstein im Drautal. Einige Kirchen wurden ebenfalls "zu Fall" gebracht. Mit großer Wahrscheinlichkeit stammen Bauschäden am romanischen Eingangstor des Stifts Millstatt ebenfalls von diesem Beben.

 

 

Liesertal-Maltatal: direkt in den Hohen Tauern

Wenn man von Salzburg kommend die Tauernautobahn nach Süden fährt und das Bundesland Kärnten erreicht, dann bewegt man sich im Liesertal und erreicht bald die Stadt Gmünd. Von dieser zweigt das bekannte Maltatal nach Norden und später Nordwesten ab. Beide Täler zusammen ergeben die Kärntner Urlaubsregion Liesertal-Maltatal.

Während das Liesertal noch in Nord-Süd-Richtung passiert werden kann, ist dies beim Maltatal nicht mehr möglich. Denn es endet beim Galgenbichl-Speicher, einem Stausee und dieses nordwestliche Ende des Maltatales kann sich wirklich sehen lassen. Man befindet sich fast genau an der Landesgrenze zu Salzburg und mitten in den Hohen Tauern. Westlich zeigen sich die Gipfel der Ankogelgruppe, östlich und nördlich jene der Hafnergruppe - Berge um oder über 3.000 Meter Seehöhe.

Am Beginn des Maltatals erlebt man im Westen die Reißeckgruppe, vom Liesertal aus kann man östlich die Nockberge erreichen. Am Bergangebot mangelt es also nicht, die Täler selbst liegen aber auch schon auf über 800 Meter Seehöhe.

Damit gibt es eine ganze Reihe an Möglichkeiten, die Bergwelt kennenzulernen. Familientaugliche Wanderungen in den Tälern und auf den Ausläufern der hohen Berge stehen ebenso zur Verfügung wie natürlich auch anspruchsvolle Bergrouten und hochalpine Klettereien. Auch hier gilt es, sich vorher zu informieren, um die richtigen Wege auszuwählen.

Das Element Wasser lädt zum Abenteuer ein und bietet sich für eine Raftingtour an, aber auch Entspannung kann im Maltatal genossen werden. Nordic Walking, Radtouren und Aktivprogramme für die ganze Familie ergänzen die Möglichkeiten, die durch die benachbarten Urlaubsregionen erweitert werden können. So ist der Millstätter See nicht fern und lädt zum Badeausflug ein, die Stadt Gmünd hat viel zu bieten und die Stadt Spittal an der Drau ist auch nicht sehr weit entfernt.

Bei so vielen Bergen bietet sich der Wintersport natürlich auch an. Skifahren, Snowboarden, Langlaufen und Winterwanderungen gibt es in vielfacher Weise, dazu gibt es Hundeschlittenrennen oder die Eisfälle, für die die Region bekannt geworden ist.

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